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 ZEITUNGSARTIKEL
ÜBER MEINE FENGSHUI-ARBEIT


Augsburger Allgemeine, 01. Februar 2012



Hier der Text in lesbarerer Form:

Wohnen und Arbeiten in der Harmonie der fünf Elemente
von Marion Sens

Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Menschen mit Energiemustern. In unseren Breitengraden wurden Orte für Hütten, Siedlungen, Kraftplätze und Kirchen unter anderem unter dem Einfluss der Geomantie bestimmt. Diese "Weissagung aus der Erde" wurde im 12. Jahrhundert durch lateinische Übersetzungen arabischer Texte in Europa bekannt und entwickelte sich in der Renaissance zu einer weit verbreiteten Methode der Wahrsagung.
Heute ist die ursprüngliche Form der Geomantie in Europa fast ganz verschwunden und wird zunehmend durch die sogenannte chinesische Geomantie, dem Feng Shui, ersetzt. Der Begriff Feng Shui setzt sich aus den Worten "Wind" und "Wasser" zusammen. Die Feng-Shui-Lehre gehört zu den fünf großen praktischen Künsten der in China begründeten taoistischen Philosophie und dient der Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, um seine Gesundheit, sein Glück und seinen Erfolg zu stärken.Dabei ist das alles belebende Chi (Qi) von besonderer Bedeutung, das nach Auffassung alter chinesischer Kulturen alles durchdringt und begleitet, was existiert und geschieht.
Die Vorstellung vom stetigen Fluss dieser sogenannten Lebenskraft wurde bereits im 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung im Reich der Mitte erwähnt und ist mittlerweile durch die zunehmende Verbreitung von Bewegungsformen zur Kultivierung von Körper, Geist und Seele in Form von u. a. Qigong und Taichi (Taiji) sowie durch Akupunktur und Shiatsu auch in Europa bekannt.
Im Gegensatz zu Akupunktur und Qigong widmet sich Feng Shui nicht dem Qi-Fluss im Körper eines Menschen, sondern in seinem häuslichen und beruflichen Umfeld. Kern der Wirksamkeit von Feng Shui ist die Wechselwirkung zwischen Mensch und Raum, etwa durch den Bau eines Hauses auf einem bestimmten Grundstück; der Raum wiederum, in diesem Fall das Grundstück mit Haus, beeinflusst im Gegenzug den Menschen, etwa durch die Auswirkung von Himmelsrichtungen, Formen, Materialien und Farben.
Traditionell diente Feng Shui im chinesischen Ahnenkult der Planung von Grabstätten. Die Prinzipien prägten nach und nach auch die Landschaftsgestaltung, Gartenkunst, Architektur und Innenarchitektur mit dem Ziel, sich die "Geister der Luft und des Wassers geneigt zu machen". Neben dem Qi-Fluss wird im Feng Shui unter anderem die Kraft der Himmelsrichtungen, das Bagua, die Lehre der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, die polar einander entgegengesetzten und dennoch aufeinander bezogenen Kräfte Yin und Yang sowie Farben, Formen und Symbole berücksichtigt, um Raumenergie zu harmonisieren oder zu entfalten.

Bei einer Feng-Shui-Beratung wird in der Regel in drei Stufen vorgegangen:

  • Analyse des Ist-Zustandes
    Eine Grundriss-Analyse, die Besichtigung des Gebäudes und der Umgebung sowie die Befragung des Auftraggebers geben Aufschluss über die momentane Situation.
  • Harmonisierung von Disharmonien
    Tipps zum Entrümpeln, Ordnen, Reparieren, Verschönern und Umgestalten sowie ein klärendes Gespräch über das derzeitige Lebensthema mit Aufgabenstellungen geben Hilfestellung zur Neuordnung des Lebensalltags.
  • Ausrichtung auf den Soll-Zustand
    Der Energiefluss wird durch Gestaltungsmittel wie Farbe, Formen oder Symbole, Boden- und Deckenführung, Spiegel, Blumen und ähnliches belebt und aktiv gelenkt.

Feng Shui wird sowohl in Bestandsimmobilien, als auch für Neubauten und für das private Wohnumfeld ebenso wie für unternehmerisch genutzte Räume eingesetzt. In der Regel wirkt eine Analyse klärend, reinigend und aktivierend auf den Auftraggeber und damit auch auf die Menschen, die ihn umgeben.

Die Autorin Dipl.-Ing. Marion Sens aus Augsburg arbeitet freiberuflich als Innenarchitektin, Feng-Shui-Beraterin, Immobiliengutachterin und -vermittlerin. Sie unterrichtet Qigong im eigenen Studio und in Augsburger Unternehmen.